Ein Schwenk aus meiner Vergangenheit

oder wie es zu all dem gekommen ist und warum ich erst jetzt abspecke!

Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich euch mal einen Schwenk aus meiner Jugend erzählen, damit ihr mich besser kennen lernt. Ich war schon immer zu dick und musste auch teilweise sehr darunter leiden.

Als ich eingeschult wurde, hatte ich die ersten 2 Jahre keine Freunde in meiner Klasse. Obwohl ich nicht massiv gehänselt wurde, sind die anderen mir mehr oder weniger aus dem Weg gegangen.

Erst in der dritten Klasse, nachdem wir umgezogen sind, hat sich das geändert. In der neuen Schule habe ich mich sofort mit allen Anderen verstanden und schnell Freundschaften geknüpft, die größtenteils bis zu meinem Schulabschluss hielten.

Darüber bin ich auch sehr froh, denn ich hatte nie das Gefühl ausgeschlossen zu sein, nur weil ich zuviel wog.

Anders verhielten sich da die jüngeren Jahrgänge. Vor allem an der Bushaltestelle gab es öfters den einen oder anderen Kommentar. Das ganze gipfelte dahin, dass ich im Bus mit den Essensresten beworfen wurde.

Ich habe versucht das Ganze zu ignorieren. Ich wusste ja, was meine Stärken sind und das ich vor allem im mathematischen Bereich den Anderen überlegen war. Das und meine Freundschaften gaben mir Kraft darüber zu stehen.

Trotzdem wollte ich etwas ändern. Naja, zumindest gab es ab und zu so Phasen, wo ich das wollte. Gemeinsam mit meiner Mutti habe ich einiges ausprobiert. Weight Watchers, Adipositassprechstunde, Ernährungsberatung bis hin zur psychologischen Untersuchung, ob ich vielleicht an einer Essstörung leide.

Gebracht hat es wenig. Weight Watchers hat mich durch sehr merkwürdige Rezepte( z.B: Fischsuppe mit Banane) abgeschreckt. Damals war ich erst 14.

Die Ernährungsberaterin hat nur gesagt, ich esse ausreichend Obst und Gemüse, hat mit mir ein Ernährungstagebuch geführt und wollte dieses später mit mir auswerten. Doch diesen Termin zum auswerten gab es dann nicht mehr.

Die Adipositassprechstunde hat auch nichts gebracht, außer der Auswertung eines Belastungstests, der mir sagte, dass ich Sport machen darf, aber auf die Gelenke achten muss. Und bei der Psychologin haben sie auch nichts festgestellt.

Es hat sich also nicht viel geändert und ich hab einfach so weiter gemacht wie zuvor. Das hieß zwar gesund essen mit viel Obst und Gemüse, aber von allem zu viel.

Mit 18 erreicht ich dann mein Höchstgewicht von 124kg. Das hatte 2 Ursachen.

  1. Durch die Schließung der Schule in meiner Heimatstadt wurde ich in der 9. Klasse zum Buskind. Vorher konnte ich mit dem Fahrrad fahren und hatte so etwas mehr Bewegung. Weniger Bewegung sorgte für eine langsame aber stetige Zunahme.
  2. Ich war im Abi-Stress. Mit dem Stress kamen die Süßigkeiten als „Gehirnnahrung“ - ein Fehler den ich jetzt im Studium nicht wiederholen möchte.

Da sagte ich mir, so kann es nicht weitergehen. In der kommenden freien Zeit zwischen Studium und Abschluss kämpfte ich mich wieder auf ungefähr 118kg runter. Ich hatte ja Zeit und es war Sommer, so bin ich viel schwimmen gegangen.

Dann begann das Studium und die Zeit wurde wieder knapper. Ich konnte zwar mein Gewicht halten, aber es tat sich auch nichts mehr. Ehrlich gesagt, habe ich mich auch erstmal auf andere Dinge konzentriert. Das Studium war für mich wieder etwas Neues, dass ich erstmal in Ruhe kennen lernen wollte.

Irgendwann habe ich dann wieder angefangen Dinge auszuprobieren, aber mein Gewicht blieb ungefähr auf dem Stand von 118kg, mit kurzen Ausnahmen, allerdings nichts Dauerhaftes. Mit diesen Kilos habe ich dann am 1.3.14 mit Noom begonnen.

Aktuell bin ich auf 114,8kg runter. Das macht ein Minus von 3,2kg.

Jetzt kennt ihr einen weiteren Teil meiner Lebensgeschichte.

Liebe Grüße,

eure Kilopurzel

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Sandra Rum