Gedanken über Corona

Teil 2: Aktuelle Situation und Ideen für die Politik

Hallo ihr Lieben,

die Statistiken zur Zeit sprechen gegen uns. Corona wird uns bis weit ins Jahr 2021 begleiten, wenn kein Impfstoff oder Heilmittel gefunden wird.

Momentan gibt es verschiedene Statistiken. China, wo keine Neuerkrankung gefunden wird, Italien wo die Sterblichkeit auf 10% gestiegen ist und die Maßnahmen nicht zu greifen scheinen und Deutschland, wo die Kurve zwar flacher als in Italien. aber immer noch exponentiell ansteigt.

Ich bin die letzte, die Panik verbreitet und sich einschränken will, aber wir sehen ja, wie sich alles zu spitzt und das sorgt auch bei mir für ein Umdenken.

Was können wir da noch tun?

Erstmal ist das Spiel auf Zeit vernünftig, aber wir können das nicht auf Dauer. Die Leute werden verrückt, wenn sie über ein Jahr der Ausgangssperre ausgesetzt werden. Allein das Reise- und Besuchsverbot bei der Familie wird auf Dauer nicht durchsetzbar sein. Ich selber bin 500km von meiner Familie entfernt, habe sie seit Anfang Februar nicht mehr gesehen und darf wahrscheinlich Ostern nicht hin. Das akzeptiere ich, aber stellt euch vor das geht weiter...

  • kein Schulanfang
  • keine Sommerbesuche
  • keine Herbstbesuche
  • kein gemeinsames Weihnachten
  • ...

Oder auch nur den ganzen Sommer

  • kein Schwimmbad
  • kein Spielplatz
  • keine Ausflüge
  • ...

Und das wird kommen, wenn die momentanen Lösungen bis zum Ende von Corona beibehalten werden. 

Ich möchte keine Angst schüren, aber das ist aktueller Stand der Situation. 

Wir werden also früher oder später die Beschlüsse lockern müssen.

Auf der anderen Seite, haben die Beschlüsse jetzt schon drastische Folgen. Verdienstausfall aufgrund von Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit und Freistellung zur Betreuung. Geschlossene Wirtschaftszweige und erste Firmen die pleite sind.

Deshalb habe ich auch im Gespräch mit anderen mal ein paar Ideen, über die die Politik vielleicht mal nachdenken sollte. Wer also das liest und einen heißen Draht dorthin hat, kann die Ideen vielleicht mal weiter geben.

Zeit für das Grundeinkommen für alle

Das Grundeinkommen wäre eine große Chance. Es würde für alle von der Geburt bis zum Tot ausgezahlt werden und die Ämter stark entlassten. Konkret würde es bedeuten:

  • Wegfall vom Kindergeld, das eh zu gering angesetzt ist
  • Wegfall vom Hartz 4 und Arbeitslosengeld und allen damit verbundenen Vorzüge wie Mietminderung, GEZ-Befreiung, Erstaustattung, ...
  • Wegfall von BaFÖG und Azubi-Zuschüssen vom Staat
  • Reduzierung der Rente (Ich bin immer noch der Meinung, wer sein Lebtag arbeitet oder sich um Kinder kümmert sollte auch im Alter besser gestellt werden)

Die Auszahlung könnte sofort per Post erfolgen. Jeder deutsche Bürger ist schließlich mit Adresse von Geburt an registriert. Und wer mag, kann dann per Antrag auf Überweisung umstellen und seine Bankdaten hinterlegen.

Was bringt uns das für Vorteile? Eine Menge Bürokratie würde entfallen. Die Personen, die in diesen Ämtern arbeiten könnten zum Teil die Gesundheitsämter unterstützen. Auch würde es die Betriebe entlasten, dazu komme ich aber später.

Auch wäre jeder für die Krise erstmal grundversorgt. Und das sollte ein Sozialstaat doch unterstützen, oder?

Und auf Dauer hat es noch weitere Vorteile... wie viele machen nicht die Ausbildung oder das Studium, was sie wollen, weil die Finanzen nicht reichen? Wie viele scheuen die Umschulung wegen den Geldeinbußen? Wie viele haben gar keine andere Möglichkeit als Hartz 4, weil sie gesundheitlich eingeschränkt sind? Wie viele würden sich ein Bussiness aufbauen, wenn das Risiko nicht zu hoch wäre? Wie viele Kinder müssen zurück stecken, weil das Geld der Eltern nicht reicht?

All diese würden vom Grundeinkommen profitieren.

Klar, es gäbe auch weiter Sozialschmarotzer, aber sind wir ehrlich, die haben wir jetzt auch. Da würde sich also nicht viel ändern, außer das ihre Kaufkraft gesteigert wird, was ja wieder der Wirtschaft zu Gute kommt.

Entlastung der Wirtschaft

Das Grundeinkommen würde die Wirtschaft schon entlassen, weil Arbeitgeber und Arbeitnehmer bereits grundversorgt sind und auch eine gewisse Kaufkraft vorhanden bleibt, die momentan eher einbricht.

Ich gehe hier aber noch einen Schritt weiter.

Ich arbeite in der IT. Schon bei der letzten Krise haben wir als Firma fest gestellt, die IT trifft es deutlich verzögert. Wenn wir dann Engpässe haben, sind die Hilfsmaßnahmen vorbei und wir können Sie nicht auf Vorrat beantragen.

Es sollte also die Wirtschaft gleichmäßig entlastet werden, zum Beispiel könnten Steuern in der Krisenzeit für alle gesenkt oder erlassen werden. Und da spreche ich jetzt konkret vom Zeitraum seit Januar 2020. 

Firmen wie wir könnten das Geld auf Seite legen, sodass zum Beispiel mein Gehalt gesichert ist. Andere Firmen können das Geld direkt weiter verwenden.

Die momentanen Maßnahmen sind sehr kurzfristig gedacht. Was passiert, wenn die Krise anhält? Kann der Staat das wirklich so ausgleichen, wie er es momentan macht? Und ist es fair, dass nur manche Firmen profitieren?

Und wer nun mit den Riesenunternehmen wie Amazon kommt, Amazon nutzt Steuerschlupflöcher. Dadurch zahlen sie in Deutschland wenig Steuern, würden also auch bei einem Steuererlass entsprechend nicht so profitieren.

Umschulung für Arbeitslose

Wie viele haben bereits jetzt ihren Job verloren? Auf der anderen Seite, wie viele Stellen sind in bestimmten Bereichen unbesetzt?

Warum die Ausbildung/Umschulung in diesen Bereichen nicht kostenlos anbieten? Für qualifizierte Arbeitslose vielleicht sogar ein Studium? So könnten Lücken dauerhaft gefüllt werden.

Zusätzlich könnte Fachpersonal entlastet werden, wenn man einfach Leute einstellt, die ähnlich wie Praktikanten, kurz angelernt werden und dann Grundaufgaben übernehmen, sei es Essen verteilen, mal ein Zimmer reinigen oder auch nur Zeit mit betreuten Menschen verbringen, was sonst ja stehts zu kurz kommt. Besonders jetzt wo Besuche verboten sind...

Schulausfall

Ein weiteres Thema was vielen auf den Nägeln brennt ist der Schulausfall. Es entstehen Lücken, die die Eltern nicht mehr füllen können. Prüfungen wurden bereits verschoben und über eine Absage wird diskutiert. Auch in der Ausbildung und im Studium ist dies der Fall.

Manche Schulen haben die Möglichkeit auf digitale Medien umzusteigen, aber das ist auch keine Dauerlösung.

Vorausgesetzt, dass noch mehr Unterricht ausfällt, sollte man darüber nachdenken, ob nicht alle einfach das Schuljahr oder Semester wiederholen sollten. Beim Studium sollten dann natürlich die Semestergebühren erlassen werden.

Das hat Vor- und Nachteile:

  • Pro: Lernlücken können geschlossen werden, welche sich sonst durchaus bis ins Studium/in die Ausbildung fortsetzen.
  • Pro: Jeder macht seine Prüfung, wie es vorgesehen ist. Das ist als Vorbereitung auf die folgende Phase im Leben eine wichtige Erfahrung.
  • Pro: Auch dieser Jahrgang hat die gleichen Chancen bei der Bewerbung. Wird die Prüfung und der Abschluss verschoben, verkürzt sich die Bewerbungsphase. Das könnte problematisch werden...
  • Contra: 1. Klassen werden nächstes Jahr doppelt so stark besetzt sein, weil ja die Kindergartenkinder trotzdem nachrücken. Dieser starke Jahrgang wird sich bis zum Ende der Ausbildung bemerkbar machen. Das könnte man abdämpfen, indem man den Eltern frei stellt, ob die Kindergartenkinder noch 1 Jahr länger warten.
  • Contra: Die Kräfte, Studenten und Schüler, die dieses Jahr in den nächsten Abschnitt gegangen wären, stehen nicht zur Verfügung. Es kann dieses Jahr Probleme geben, die Arbeitsplätze und Ausbildungsplätze zu besetzen.
  • Pro: Auf der anderen Seite stauchelt die Wirtschaft ohnehin, deshalb könnten diese Plätze von den Arbeitslosen besetzt werden.

Kostenlose Tests für alle die wollen!

Es ist eigentlich kaum zu glauben, aber auch bei schweren Verdacht bekommt noch immer nicht jeder den Corona-Test und selbst wenn man ihn bekommt, muss man ihn teilweise selber zahlen.

Kein Wunder, dass die Dunkelziffer hoch ist und eine weitere Verbreitung statt findet. 

Hier geht auch ein Appell von mir raus! Gebt jedem den Test, der es will, auch wenn die Auswertung dann länger dauert. Zahlt jedem den Test, dann ist auch keiner von den Kosten eingeschüchtert. 

Schließlich gilt, jeder entdeckt Fall, kann behandelt und erstmal unter Quarantäne gestellt werden. Sprich jeder entdeckte Fall kann die Ausbreitung reduzieren.

Fazit:

Wir sind in einer Krise, wie Deutschland sie lange nicht gesehen hat. Die Krise ist aber auch eine Chance mal ein paar Dinge zu ändern. 

Beste Grüße,

Eure Kilopurzel

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