FrauLustig: Schwimmbadgeschichten

„Mehr Sport“ war der Vorsatz – also wird mehr Sport gemacht. Wobei „mehr“ wirklich ein sehr dehnbarer Begriff ist...

„Mehr Sport“ war der Vorsatz – also wird mehr Sport gemacht. Wobei „mehr“ wirklich ein sehr dehnbarer Begriff ist, weil ich ja bisher eigentlich keinen Sport gemacht habe. Da wäre also einmal ums Haus joggen schon eine 100prozentige Steigerung. Ich gehe schwimmen. Bisher täglich – und das nun schon den 5ten Tag. Um 10 Uhr öffnet unser Bad unter der Woche. Das ist – was ich vorher nicht wusste - die Zeit der Rentner. Und jetzt stehe ich da zwischendrin in der Reihe der eigentlichen Besitzern unseres öffentlichen Bades. Ja am Vormittag gehört das Bad der Genration Ü70 oder Ü80. Da hat man als Neuankömmling auch keine Rechte. Da zählt das Gesetz des Alters. Und das Gewohnheitsrecht. Auch das wusste ich bisher nicht. ;-) Dingdong 10 Uhr – die Türe geht auf und dann wird mit den Rollatoren geschubst und geschoben. Da werden von den älteren Herrschaften mal ganz bewusst die Ellbogen nach oben gehoben. Ja spinn ich denn? Das darf doch nicht wahr sein. Da geht es um ein erkämpftes Platzrecht. Es wird gedrückt und geschoben. Ich könnte mich – nachdem ich wieder klar denken kann – wegwerfen vor lachen. Mir wurde auf die Füße getreten. Ich wurde geschoben und gedrückt. Geht es hier denn um Leben oder Tod? Nein, es geht um den Einlass ins Schwimmbad. Tja, was aber die Schubs-und-Rentner-Rollatoren-Fraktion nicht bedacht hat: Die FrauLustig hat ihren Badeanzug schon zuhause angezogen und ist - da sie nur halb so alt ist wie der Rest der einzelnen Mitglieder der mit den Füssen scharrenden Meute - schwuppdiwupp ausgezogen und unter der Dusche. Und als ich schon fertig abgeduscht bin – kommt die erste Omi im Laufschritt in die Dusche hereingestürmt. Mit einem sehr kniffligen Gesicht schaut sie mich an – aber da bin ich auch schon durch die Hintertüre entwischt. Das ganze Bad gehört mir. Mir ganz alleine. Zumindest für zirka eine Minute. Als Erste am Morgen in ein Becken zu springen ist so ein tolles Gefühl. Das Wasser liegt ganz ruhig ohne Wellen da – wie eine große Spiegelfläche. Mir tut es fast ein wenig Leid dieses friedliche Bild zu zerstören. Pflatsch. Ich bin drin. Dieses frische kühle klare Wasser fühlt sich so rein an. Sei unbedingt auch mal Du die erste Person, die am Morgen in ein Becken oder einen See springt. Das ist einfach unglaublich schön …

FrauLustig

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Elisa sagt
20.08.2015 18:48

Es macht wahnsinnig Spaß eure Beiträge auf der Seite zu verfolgen. :) Ich wünsche Euch beiden ganz viel Ausdauer, Geduld und starke Nerven weiterhin auf eurem Weg zum Wohlfühlen im eigenen Körper. :) Und an dich liebe Kilopurzel, ich zieh den Hut davor, wie lange du schon durchhälst und mit wie viel Herzblut an das Thema rangehst. Der Blog ist dann natürlich das perfekte Verbindungsstück zwischen deinem Hobby/Beruf und dem Abnehmen. Mach weiter so! :)))

FrauLustig sagt
21.08.2015 10:40

Ich sage vielen Dank für die guten Wünsche und freue mich, dass Du gerne unsere Geschichten "aus dem Leben" verfolgst. Liebe Grüße FrauLustig

kilopurzel sagt
21.08.2015 10:46

Vielen Dank Elisa. Es freut mich, dass dir die Beiträge gefallen. Ich bleib auf jeden Fall dran! Beste Grüße, Kilopurzel

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Sandra Rum